Daten & Fakten zum Thema petrochemische Industrie
Die petrochemische Industrie befasst sich mit der Herstellung chemischer Produkte aus Erdgas und Erdöl. Der Hauptbestandteil der Petrochemischen Industrie sind Raffinerien, in denen das gewonnene Erdgas und Erdöl aufbereitet wird. Der Transport der Folgeprodukte erfolgt zumeist über Pipeline-Systeme oder Tankwagen oder Tankerschiffe. Insbesondere die Energie- und Kraftstoffversorgung steht in direkter Abhängigkeit zur Produktion petrochemischer Erzeugnisse. Die Petrochemische Industrie wird mitunter auch als Petrolchemische Industrie bezeichnet. Als Wirtschaftszweig zählt sie zur Chemischen Industrie.
Für die Unternehmen der Petrochemischen Industrie sind besonders die Regionen der Welt interessant, in denen es große Vorkommen an Erdöl oder Erdgas gibt. Bei der
Verteilung der Erdölreserven der Welt sind in den Regionen des Nahen Ostens fast 60 Prozent nachgewiesen worden. In Europa und Asien sind es knapp 11,3 Prozent und in Afrika etwa 10 Prozent. Der Nahe Osten hielt bei der
weltweiten Erdölproduktion 2009 einen Anteil von rund 30,3 Prozent. Dahinter folgte Europa und Eurasien mit knapp 22,4 Prozent und Nordamerika mit etwa 16,5 Prozent.
Die Petrochemische Industrie wird vor allem von großen Erdölkonzernen dominiert. Gemessen am
Marktwert von Erdölfirmen ist im Jahr 2010 das Unternehmen Exxon mit einem Marktwert von etwa 239 Milliarden weltweit der führende Konzern der Branche. Dahinter folgen die Erdölfirmen Royal Dutch Shell mit rund 128 Milliarden und Total mit knapp 90 Milliarden. In der
Top 40 der größten Öl- und Gaskonzerne im Jahr 2008 war Exxon mit einem Marktwert von insgesamt rund 337 Milliarden US-Dollar ebenfalls führend. Dahinter folgten PetroChina mit fast 288 Milliarden und Royal Dutch Shell mit knapp 139 Milliarden US-Dollar.