Daten & Fakten zum Bankgewerbe
Als Bankgewerbe bezeichnet man die Gesamtheit aller Geld- und Kreditinstitute. Das Bankgewerbe wird auch als Bankgeschäft oder Finanzwesen bezeichnet. Im Allgemeinen werden alle Unternehmen zum Bankgewerbe gezählt, die gewerbsmäßig als Geld- oder Kreditinstitut arbeiten. Das Bankgewerbe ist als Wirtschaftsbranche ein wichtiger Teil der Finanzwirtschaft.
Das Bankgewerbe wird vor allem von großen Banken geprägt und dominiert. Beim Vergleich der
Bilanzsumme der führenden deutschen Banken rangierte die Deutsche Bank im Jahr 2009 mit etwa 1,5 Billionen Euro auf dem ersten Platz. Dahinter folgten die Commerzbank mit rund 844 Milliarden und die Landesbank Baden-Württemberg mit ungefähr 412 Milliarden Euro.
Das Bankgewerbe wird zunehmend von den Optionen des Internets beeinflusst. Durch die Zunahme von Bankvorgängen per Online-Banking ist zwischen den Jahren 2003 und 2009 die
Anzahl der Bankstellen in Deutschland von fast 50.000 auf etwa 41.600 gesunken. Im gleichen Zeitraum stieg die
Anzahl der Geldautomaten von rund 51.000 auf mehr als 59.000.
Die
Anzahl der Beschäftigten im Bankgewerbe in Deutschland betrug zum Jahr 2007 insgesamt rund 680.500. Im Jahr 1995 waren es sogar knapp 780.000 Beschäftigte gewesen. Im
Ranking der Beschäftigtenzahl im Bankgewerbe in der EU für das Jahr 2007 rangierte Deutschland mit etwa 691.000 Beschäftigten auf dem ersten Rang. Dahinter folgten Frankreich mit etwa 480.000 und Großbritannien mit rund 453.000 Angestellten in dieser Branche. Zwischen den Jahren 2000 und 2007 stieg die
Beschäftigtenanzahl im Bankgewerbe der EU insgesamt von etwa 2,19 Millionen auf rund 2,28 leicht an.