Daten & Fakten zum Arbeitslosengeld
Arbeitslosengeld - auch Arbeitslosengeld I genannt - ist eine Leistung der Sozialversicherung, die an von Arbeitslosigkeit Betroffene gezahlt wird. Im Gegensatz zum Arbeitslosengeld II wird das Arbeitslosengeld I nur denjenigen Arbeitslosen ausgezahlt, die zuvor mindestens zwölf Monate als Angestellter oder freiwillig Versicherter Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt haben.
Das Arbeitslosengeld wird in einem solchen Fall maximal sechs Monate ausgezahlt. Für je weitere vier Monate Beitragszahlung erhöht sich die maximale Auszahlungsdauer um zwei Monate bis zu einer maximalen Dauer von zwölf Monaten. Bei mindestens 50-Jährigen kann sich die Bezugsdauer auf 15 Monate verlängern, sofern sie mindestens 30 Monate Beiträge gezahlt haben. Bei mindestens 55-Jährigen kann eine Verlängerung auf 18 Monate gewährt werden, wenn sie drei Jahre oder länger in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. Ältere Arbeitslose ab 58 Jahren können sogar zwei Jahre lang Arbeitslosengeld beziehen, wenn sie mindestens vier Jahr Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt haben. Das Arbeitslosengeld beträgt für Kinderlose 60 Prozent, für Arbeitslose mit mindestens einem Kind 67 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens der vergangenen zwölf Monate.
Die
Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld in Deutschland ging zwischen 2005 und 2008 zurück. In 2005 bezogen knapp 1,7 Millionen Menschen Arbeitslosengeld, 2008 waren es nur noch gut 900.000. In 2009 stieg die Zahl der Arbeitslosengeldempfänger allerdings wieder an. Die
Ausgaben der Arbeitslosenversicherung für Arbeitslosengeld konnten zwischen 2005 und 2008 auf knapp 14 Milliarden Euro halbiert werden. 2005 lagen die Ausgaben noch bei 27 Milliarden Euro.
Autor: Tilman Weigel