Daten & Fakten zur Erwerbstätigkeit
Erwerbstätigkeit bezeichnet alle Formen bezahlter Arbeit. Während der Begriff Beschäftigung vor allem auf abhängige Erwerbstätigkeit abzielt und Beamte meist nicht einschließt, werden neben geringfügig und sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auch Beamte und Selbständige als Erwerbstätige gefasst.
Im April 2010 gab es saisonbereinigt rund 40,2 Millionen
Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland. Von 1991 bis 2009 stieg die Zahl der Erwerbstätigen von rund 38,7 auf 40,2 Millionen Personen an. Ihren Tiefststand seit der Wiedervereinigung erreichte die Erwerbstätigenzahl 1997 mit 37,8 Millionen. Anschließend stieg die Erwerbstätigenzahl zunächst bis 2001 auf 39,1 Millionen, sank bis 2005 erneut auf 38,7 und stieg bis 2008 auf 40,2 Millionen Erwerbstätige an.
Als Erwerbsquote wird der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung bezeichnet. Die
Erwerbsquote in Deutschland wurde vom Statistischen Bundesamt auf 53 Prozent im Jahr 2009 geschätzt. Die Erwerbsquote der Männer ist höher als die der Frauen und
in Ostdeutschland höher als in Westdeutschland. 2006 lag sie in Ostdeutschland bei knapp 77 Prozent, in Westdeutschland bei etwas mehr als 74 Prozent.
Autor: Tilman Weigel