Daten & Fakten zur Arbeitslosenversicherung
Die Arbeitslosenversicherung ist neben der Kranken- und Rentenversicherung die dritte Säule des Sozialversicherungssystems in Deutschland. Träger der Arbeitslosenversicherung ist die Bundesagentur für Arbeit mit Sitz in Nürnberg. Die Arbeitslosenversicherung finanziert sich über Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern.
Die
Beitragssätze der Arbeitslosenversicherung gingen seit 2006 von 6,5 Prozent um mehr als die Hälfte auf 2,8 Prozent zurück. Aus den Beitragsmitteln der Bundesagentur für Arbeit wird das Arbeitslosengeld, das Kurzarbeitgeld und die sogenannten
arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen finanziert. Zu letzteren gehören Weiterbildungen und Umschulungen, Lohnkostenzuschüsse und die
Förderung der Selbständigkeit. Auch das Insolvenzgeld wird mit Hilfe einer Umlage von der Arbeitslosenversicherung ausgezahlt. Insgesamt betrugen die
Einnahmen der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung im Jahr 2008 mehr als 38 Milliarden Euro. Drei Jahre zuvor lagen sie noch rund 17 Milliarden Euro höher. Gleichzeitig sanken auch die
Ausgaben der Arbeitslosenversicherung von rund 53 Milliarden Euro auf etwa 39 Milliarden Euro. Gründe für den Rückgang der Ausgaben ist unter anderem die gesunkene Zahl der
Arbeitslosengeldempfänger. Sie sank von rund 1,7 Millionen im Jahr 2005 auf etwa 900.000 Arbeitslosengeldempfänger im Jahr 2008.
Es gibt weitere Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit, die nicht zur Arbeitslosenversicherung zählen. Zum Beispiel übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Auszahlung von Kindergeld und Kinderzuschlag, sofern die Antragsteller nicht im öffentlichen Dienst beschäftig sind. Insgesamt wurden 2008 knapp 29 Milliarden Euro
Kindergeld in Deutschland ausgezahlt.
Autor: Tilman Weigel