Daten & Fakten zur fleischverarbeitenden Industrie
Als fleischverarbeitende Industrie werden Großmetzger und Schlachthöfe bezeichnet, die Wurst- und Fleischspezialitäten industriell produzieren. Seltener werden auch handwerklich arbeitende Metzger zur fleischverarbeitenden Industrie gezählt.
Der
Umsatz der fleischverarbeitenden Industrie in Deutschland lag 2008 bei rund 31 Milliarden Euro. Das sind gut elf Milliarden Euro mehr als zehn Jahre zuvor. Durchschnittlich isst jeder Mann in Deutschland 103 Gramm Fleisch pro Tag. Bei Frauen liegt der
Fleisch- und Wurstkonsum mit 53 Gramm nur rund halb so hoch. Der
Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland ist insgesamt leicht rückläufig. Er sank von 1993 bis 2007 von 95 auf weniger als 90 Kilogramm. Die deutschen
Konsumenten ziehen Frischfleisch und frische Wurst abgepackten Produkten vor. Mehr als 75 Prozent der Deutschen essen mehrmals im Monat Frischwurst oder frisches Fleisch. Im Jahr 2008 waren in der fleischverarbeitenden Industrie einschließlich Teilzeitkräften in Betrieben mit 50 und mehr Mitarbeitern rund 85.000 Menschen
beschäftigt. Ein Jahr zuvor lag die Zahl ebenfalls bei 85.000. Ein Vergleich mit Daten vor 2007 ist nur unzureichend möglich, da bis dahin Betriebe bereits ab 20 Mitarbeitern zur Fleischverarbeitenden Industrie gezählt wurden.
Größter
Wursthersteller der fleischverarbeitenden Industrie in Deutschland ist die Zur-Mühlen-Gruppe mit einem Marktanteil von mehr als fünf Prozent in 2008, gefolgt von den Herstellern Ponnath (knapp zwei Prozent) und der Stockmeyer-Gruppe mit ebenfalls knapp zwei Prozent Marktanteil.
Autor: Tilman Weigel