Daten & Fakten zur Kaffeeindustrie
Die Kaffeeindustrie verarbeitet in Afrika, Asien oder Südamerika geerntete Kaffeebohnen und übernimmt Marketing und Vertrieb. Kaffee ist nach Erdöl das zweitwichtigste Exportprodukt der Entwicklungsländer.
Bedeutendstes
Exportland für die Kaffeeindustrie war im März 2010 Brasilien, das mehr als 2,6 Millionen Säcke (zu je 60 Kilo) exportierte. Auf den Plätzen zwei und drei lagen Vietnam mit 1,5 Millionen Säcken und Honduras mit knapp 0,7 Millionen Säcken. Deutschland ist mit rund 1,7 Millionen monatlich importierten Säcken nach den USA (2,1 Millionen Säcke) der bedeutendste
Abnehmer von Rohkaffee (Stand Dezember 2008). Während in Deutschland traditionell vor allem Filterkaffee getrunken wird, gab es in den vergangenen Jahren einen Trend zu anderen Auf- und Zubereitungsarten. Besonders stark stieg der
Verkauf von Einzelportionen wie beispielsweise Pads. Der Umsatz von Einzelportionen nahm von April 2008 bis März 2009 um 27 Prozent zu, der Absatz von Espresso um 19 Prozent. Dagegen stagnierte der Umsatz bei löslichem Kaffee in diesem Zeitraum, der Umsatz von Filterkaffee sank sogar um zwei Prozent. Der
Pro-Kopf-Konsum von Kaffee in Deutschland liegt seit 2005 konstant bei über sechs Kilogramm Rohkaffee pro Jahr.
Die deutschen Verbraucher sind bei den Produkten der Kaffeeindustrie durchaus markenbewusst. Bei einer
Umfrage gaben rund 60 Prozent an, eher auf die Marke als auf den Preis zu achten. Davon ordneten sich 33 Prozent auf einer Skala von eins bis sechs sogar in die Kategorie ein, die am stärksten die Marke über den Preis stellt. 31 Prozent achten dagegen überwiegend auf den Preis, davon 14 Prozent deutlich stärker.
Autor: Tilman Weigel