Daten & Fakten zur Spielwarenindustrie
Die Unternehmen der Spielwarenindustrie produzieren und vertreiben Spielwaren und Spielzeug wie zum Beispiel traditionelle Spiele oder auch Videospiele. In der Spielwarenindustrie können die Bereiche Spielwarenherstellung und Spielwarenhandel unterschieden werden.
Die Spielwarenindustrie entwickelte sich im Zuge der Industrialisierung. In Deutschland wurden Spielwaren bereits seit dem 15. Jahrhundert in der Region Nürnberg hergestellt.
In 2008 gab es in Deutschland knapp 3.700
Unternehmen im Spielwareneinzelhandel. Sechs Jahre zuvor waren es noch mehr als 3.900. Bei den
Umsatzanteilen der Hauptgruppen auf dem traditionellen Spielwarenmarkt rangierten laut Eurotoys die Spielwaren für Klein- und Vorschulkinder mit 19 Prozent an der Spitze, gefolgt von der Sparte Spiele und Puzzles (17 Prozent) und Spielfahrzeugen mit 14 Prozent Marktanteil (Stand 2008). Weltweit entwickelte sich der
Umsatz der Spielwarenindustrie von 2005 bis 2008 von rund 63,5 auf mehr als 75 Milliarden US-Dollar. Die Volksrepublik China ist der weltweit größte Produzent von industriell gefertigten Spielwaren.
Zu den bekanntesten Unternehemen der deutschen Spielwarenindustrie zählt das schwäbische Traditionsunternhemen Steiff und die Brandtstätter-Gruppe. Die Brandtstätter-Gruppe konnte den
Umsatz mit Playmobil zwischen 2004 und 2009 von etwa 360 Millionen auf fast 475 Millionen Euro steigern.