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Industrie in Europa

Industrieproduktion im Euroraum gefallen<br>Foto: lagereek, istockphoto Industrieproduktion im Euroraum gefallen
Foto: lagereek, istockphoto

Die saisonbereinigte Industrieproduktion ist im Juni 2010 gegenüber Mai 2010 im Euroraum (ER16) um 0,1% gefallen und blieb in der EU272 stabil. Im Mai3 nahm die Produktion um 1,1% bzw. 1,3% zu. Im Juni 2010 erhöhte sich die Industrieproduktion im Euroraum um 8,2% und in der EU27 um 7,7% gegenüber Juni 2009. Diese Schätzungen werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.

Gegenüber Mai 2010 fiel die Produktion von Gebrauchsgütern im Juni 2010 im Euroraum um 0,9% und in der EU27 um 0,8%. Die Produktion von Vorleistungsgütern nahm um 0,6% bzw. 0,4% ab. Die Produktion von Verbrauchsgütern ging um 0,1% im Euroraum zurück, stieg aber in der EU27 um 0,1%. Die Produktion von Investitionsgütern nahm um 0,2% bzw. 0,1% zu. Die Produktion im Energiesektor nahm im Euroraum um 0,3% zu, fiel aber in der EU27 um 0,4%. Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten elf eine ansteigende, acht eine rückläufige Industrieproduktion; in der Slowakei blieb sie stabil. Die höchsten Anstiege gab es in Litauen (+3,0%), Estland (+2,6%) sowie Rumänien und Finnland (je +1,9%), die stärksten Rückgänge in den Niederlanden (-3,1%), Frankreich (-1,6%) und Griechenland (-0,7%).

Jahresvergleich

Gegenüber Juni 2009 erhöhte sich die Produktion von Vorleistungsgütern im Juni 2010 um 11,7% im Euroraum und um 11,2% in der EU27. Die Produktion von Investitionsgütern stieg um 8,6% in beiden Gebieten. Die Produktion von Gebrauchsgütern nahm um 7,6% im Euroraum und um 9,0% in der EU27 zu. Im Energiesektor wurde ein Produktionsanstieg um 6,1% bzw. 4,0% verzeichnet. Die Produktion von Verbrauchsgütern wies einen Anstieg um 3,0% im Euroraum und um 3,3% in der EU27 auf. Die Industrieproduktion stieg in allen Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, außer in Griechenland (-5,5%). Die höchsten Anstiege gab es in der Slowakei (+23,9%), Estland (+20,7%), Finnland (+14,1%) und Lettland (+13,3%); die niedrigsten Anstiege verbuchten Spanien und das Vereinigte Königreich (je +3,0%).