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Gesellschaft

Bevölkerungsentwicklung in Europa

Mehr als 5 Millionen Geburten in der EU27 im Jahr 2009

Höchste Geburtenrate in Irland, niedrigste in Deutschland<br>Foto: markgoddard, istockphoto Höchste Geburtenrate in Irland, niedrigste in Deutschland
Foto: markgoddard, istockphoto

Am 1. Januar 2010 wurde die Bevölkerung der EU27 auf 501,1 Millionen geschätzt, verglichen mit 499,7 Millionen am 1. Januar 2009. Die Bevölkerung der EU27 wuchs um 1,4 Millionen im Jahr 2009, dies entspricht einer jährlichen Rate von 2,7 je 1000 Einwohner, bedingt durch ein natürliches Wachstum von 0,5 Millionen (+1,0 Prozent) und einen Wanderungssaldo von 0,9 Millionen (+1,7 Prozent). Gegenüber 2008 ist die demografische Situation im Jahr 2009 in der EU27 gekennzeichnet durch einen geringen Rückgang bei der Bruttogeburtenziffer und eine konstante Bruttosterbeziffer, während der Wanderungssaldo deutlich stärker abnahm.

Die Bevölkerung des Euroraums (ER16) wurde am 1. Januar 2010 auf 329,5 Millionen geschätzt, verglichen mit 328,6 Millionen am 1. Januar 2009. Die Bevölkerung des Euroraums wuchs um 0,9 Millionen im Jahr 2009, dies entspricht einer jährlichen Rate von +2,7 Prozent, bedingt durch ein natürliches Wachstum von 0,3 Millionen (+1,0 Prozent) und einen Wanderungssaldo von 0,6 Millionen (+1,8 Prozent). Diese Zahlen stammen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union.

Höchste Geburtenrate in Irland, niedrigste in Deutschland

Im Jahr 2009 wurden in der EU27 5,4 Millionen Kinder geboren. Die Bruttogeburtenziffer betrug 10,7 je 1.000 Einwohner, ein geringer Rückgang gegenüber dem Jahr 2008 (10,9 Prozent). Die höchsten Geburtenziffern wurden in Irland (16,8 Prozent), dem Vereinigten Königreich (12,8 Prozent), Frankreich (12,7 Prozent), Zypern (12,2 Prozent) und Schweden (12,0 Prozent) verzeichnet und die niedrigsten Ziffern in Deutschland (7,9 Prozent), Österreich (9,1 Prozent), Portugal (9,4 Prozent), Italien (9,5 Prozent), Lettland und Ungarn (beide 9,6 Prozent).

Im Jahr 2009 wurden in der EU27 4,8 Millionen Sterbefälle registriert. Die Bruttosterbeziffer betrug 9,7 Todesfälle je 1.000 Einwohner, genau wie im Jahr 2008. Die höchsten Sterbeziffern wurden in Bulgarien (14,2 Prozent), Lettland (13,3 Prozent), Ungarn (13,0 Prozent) und Litauen (12,6 Prozent) registriert und die niedrigsten Ziffern in Irland (6,6 Prozent), Zypern (6,7 Prozent), Luxemburg (7,3 Prozent) und Malta (7,8 Prozent).

Somit wurde das größte natürliche Bevölkerungswachstum in Irland (+10,2 Prozent) verzeichnet, deutlich vor Zypern (+5,5 Prozent), Frankreich (+4,3 Prozent), Luxemburg (+4,0 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (+3,7 Prozent). Zehn Mitgliedstaaten wiesen ein negatives natürliches Wachstum auf, mit den größten Rückgängen in Bulgarien und Lettland (beide -3,6 Prozent), Ungarn (-3,4 Prozent) und Deutschland (-2,3 Prozent).

Bevölkerungswachstumzwischen -6,2 Prozent in Litauen und +17,2 Prozent in Luxemburg

Im Jahr 2009 waren etwas mehr als 60% des Wachstums der EU27 Bevölkerung auf internationale Wanderungsströme zurückzuführen. Relativ gesehen hatten Luxemburg (+13,2 Prozent), Schweden (+6,7 Prozent), Slowenien (+5,8 Prozent), Italien (+5,3 Prozent) und Belgien (+5,1 Prozent) die höchsten Nettoeinwanderungsströme, während Irland (-9,0 Prozent) und Litauen (-4,6 Prozent) die höchsten Nettoabwanderungsströme verzeichneten.

Abschließend ist festzuhalten, dass die Bevölkerung in neunzehn Mitgliedstaaten angestiegen ist und sich in acht verringert hat, mit beträchtlichen Abweichungen zwischen den Mitgliedstaaten. Die höchsten relativen Wachstümer wurden in Luxemburg (+17,2 Prozent), Schweden (+9,1 Prozent), Slowenien (+7,2 Prozent), Belgien (+7,1 Prozent) und im Vereinigten Königreich (+6,7 Prozent) beobachtet und die größten Rückgänge in Litauen (-6,2 Prozent), Lettland (-5,7 Prozent), Bulgarien (-5,6 Prozent) und Deutschland (-2,5 Prozent).

Angaben zur Quelle

Eurostat ist das statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften mit Sitz in Luxemburg. Es hat den Auftrag, die Union mit europäischen Statistiken zu versorgen, die Vergleiche zwischen Ländern und Regionen ermöglichen. Eurostat wurde 1953 für die Zwecke der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion) gegründet. Im Laufe der Jahre verbreiterte sich sein Aufgabengebiet, und mit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1958 wurde es zu einer Generaldirektion (GD) der Europäischen Kommission. Hauptaufgabe Eurostats ist es, andere Generaldirektionen mit Statistiken zu versorgen und der Kommission und anderen europäischen Institutionen Daten für Konzeption, Durchführung und Analyse der Gemeinschaftspolitik zu liefern.

epp.eurostat.ec.europa.eu