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Gesellschaft

Finanzpolitik

Umfrage: Staat soll sich aus Banken zurückziehen

Mehrheit will Rückzug des Staates aus Bankensektor<br>Foto: Franco Folini, flickr/cc Mehrheit will Rückzug des Staates aus Bankensektor
Foto: Franco Folini, flickr/cc

Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich einen raschen Rückzug des Staates aus dem Bankensektor. So das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts dimap im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). 49 Prozent der 1.000 befragten wahlberechtigten Bürger sind der Meinung, der Staat solle seine Beteiligungen, die er während der Finanzkrise eingegangen ist, wieder an private Anleger zurückgeben. 36 Prozent meinen, der Staat solle langfristig Eigentümer der Banken bleiben.

Laut Umfrage trauen die Bürger dem Staat nicht zu, Banken profitabel zu führen. Nur 26 Prozent der Befragten vertreten die Auffassung, staatliche Banken werden besser geführt als Privatbanken. 48 Prozent hingegen meinen, der Staat sei nicht der bessere Unternehmer.

Das Ergebnis der Umfrage entspricht auch den Erkenntnissen aus der Wissenschaft. Der Finanzmarktexperte, Prof. Dr. Christoph Kaserer von der Technischen Universität München, meint: „Empirische Studien belegen, dass Unternehmen und Banken in Staatsbesitz in der Regel auf Grund schwächer ausgeprägter Anreiz- und Kontrollmechanismen eine niedrigere Effektivität und geringere Profitabilität aufweisen als private Banken.“

Angaben zur Quelle

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) wurde im Jahre 2000 gegründet. Sie wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanziert. Jährlich veröffentlicht die INSM in Zusammenarbeit mit Experten und wissenschaftlichen Instituten quantitative und qualitative Studien rund um wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Themen. Die Initiative wirbt nach eigenen Angaben für marktwirtschaftliche Reformen in Deutschland.

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
Konrad-Adenauer-Ufer 21
50668 Köln

www.insm.de